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Davids Medienkritik, David Kaspar, Ray Drake, and Frank Knapp are mentioned todays edition of the Augsburger Allgemeine Zeitung: Unser Mann im Orkan der Empörung Wie Amerika-Freund Markus Günther eine Welle des Hasses auslöste VON RAINER BONHORST Wenn unser Washington-Korrespondent Markus Günther mal wieder nach Kalifornien reist, sollte er darauf achten, dort nicht Frank Knapp, einem „stolzen Amerikaner“, zu begegnen. Der hat ihm in Aussicht gestellt, ihm auf sein „dreckiges, antiamerikanisches, verlogenes Maul zu hauen“. Frank Knapp ist der feurigste von vielen amerikanischen „Bloggern“, die Markus Günther dieser Tage online mit massiven Vorwürfen überziehen. Anlass ist ein Artikel unseres Korrespondenten über neue amerikanische Gedenkstätten zu den Verbrechen der Geschichte (Augsburger Allgemeine, 23. Juni). Dabei stellte Günther ironisch fest, dass die „eigenen Leichen im Keller“ wie die Sklaverei und die Verfolgung der Indianer in Amerika auffallend wenige Gedenkstätten fänden. Ein erlaubter Hinweis? Offenbar nicht. Ein Sturm der Entrüstung brach los, der zweierlei offenbart: Die Bereitschaft mancher Amerikaner, kritische Deutsche umgehend mit dem Knüppel der Naziverbrechen zu schlagen. Und die Fähigkeit des Internets, Emotionen eine Plattform zu geben. Markus Günther, der erst kürzlich für seine Verdienste um die deutsch-amerikanischen Beziehungen mit der hoch bewerteten Arthur- F.-Burns-Medaille ausgezeichnet wurde, muss in „Davids Medienkritik Online“ nun lesen, dass einer der Blogger „nur am Leben sei, weil sein Vater vor Markus Günthers Vater geflohen“ sei. Und er muss sich fragen lassen, „in welchem Teil von Deutschland er geboren“ sei. (In Bottrop; die Redaktion.) Fanatikern scheint jeder Verdacht recht zu sein, egal ob als „Goebbels-Schüler“ oder ob als verkappter Kommunist. In der Sache weisen die Günther-Kritiker darauf hin, dass es Museen, zahlreiche Straßennamen und Feiertage gebe, die an die Sklaverei und an die Indianer erinnerten. Dazu Markus Günther: Vor allem die Indianer-Museen seien vor allem folkloristisch; selbstkritische Gedenkstätten fehlen ihm. Eine durchgängige Kritik an Günther ist, dass er „als Deutscher“ solche „antiamerikanischen“ Bemerkungen verbreite. Die Proteste haben auch die deutsche Botschaft in Washington erreicht. Schon wird die Aberkennung seiner Burns-Medaille gefordert. Den selbst ernannten Medienkritikern David Kaspar und Ray Drake sei versichert: Markus Günther wird weiter so frei sein, wie bisher für uns als kritischer Freund über sein Amerika zu berichten. Im Internet: http://medienkritik.typepad.com/blog/2007/06/markus-gnther.html Markus Günther
Davids Medienkritik is mentioned in a big German Newspaper: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10967187/492531 Im Kreuzfeuer der "Unkorrekten" Selbst ernannte Medienwächter stellen MAZ-Amerika-Korrespondenten Markus Günther im Internet wegen Amerikafeindlichkeit an den Pranger RALF SCHULER POTSDAM Es war nur ein kleiner, eher amüsierter Seitenhieb, doch er sollte heftige Folgen haben. Die feierliche Einweihung eines Denkmals für die Opfer des Kommunismus’ in Washington durch US-Präsident George Bush hatte MAZ-Amerika-Korrespondent Markus Günther zum Anlass genommen, sich mit der Gedenk-Kultur der Amerikaner zu beschäftigen. Seine – etwas salopp formulierte – Faustregel lautete: "Je weiter das Leid von den USA entfernt ist, desto größer die Gedenkleidenschaft." Schließlich sei das Schicksal der indianischen Ureinwohner oder der afroamerikanischen Sklaven nicht ansatzweise so präsent im US-Alltag, wie der Massenmord an den europäischen Juden, der Genozid an den Armeniern oder die Vergehen des Castro-Regimes auf Kuba. Eine These, die so aufregend im Grunde nicht ist, schließlich gehört Selbstzerknirschung über die eigenen Untaten in vielen Ländern der Welt aus nachvollziehbaren psychologischen Gründen nicht zum Tagesgeschäft. Ray Drake freilich brachte der Beitrag (MAZ vom 20. Juni) solcherart in Rage, dass er auf seiner Web-Seite "Davids Medienkritik-Online" (medienkritik.typepad.com) eine glühende Philippika gegen Günther verfasste, die den Text des Anstoßes um Längen übertrifft. Der Autor sei einer jener Ignoranten, die sich durch Fakten nicht stoppen ließen, ihren antiamerikanischen Ressentiments freien Lauf zu lassen und die der deutschen Öffentlichkeit zu bedienen, schreibt er. Drake verweist auf mehrere amerikanische Museen, in denen sehr wohl auch die Geschichte von Schwarzen und Indianern aufgearbeitet werde. Nun ist das zwar nicht das gleiche wie ein öffentliches Monument, aber sei’s drum. Auch hätten Amerikaner lange genug gegen Kommunisten mit hohem Einsatz (nicht zuletzt an der Berliner Mauer) gekämpft, um eine Beziehung zu den Opfern des Stalinismus zu haben. Der Beitrag gipfelt in der Frage, wofür Günther eigentlich kürzlich den Arthur-F.-Burns-Preis erhalten habe, der für Verdienste um die deutsch-amerikanische Verständigung verliehen werde. Markus Günther hingegen vertiefe den Graben zwischen Europa und Amerika und bediene antiamerikanische Stereotype. Man müsste solche abwegigen und ganz offensichtlich kenntnislosen Einlassungen in den Tiefen des Netzes nicht weiter ernst nehmen, hätte Drake nicht überdies die Mail-Adresse des Korrespondenten veröffentlicht, damit auch andere "gute Amerikaner" ihm die Meinung sagen können. Was den selbst ernannten Medienwächter ("wir verstehen uns als eine Wachhund-Seite") zu solchen Pranger-Aktionen berechtigt, ist nicht ganz klar. Ray Drake und sein Partner David Kaspar, die diese Plattform betreiben, verraten über sich lediglich, dass sie beide auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und sich als "politisch unkorrekte" Beobachter der politisch korrekten Amerika-Berichterstattung verstehen. MAZ-Korrespondent Markus Günther jedenfalls bekommt seitdem reichlich elektronische Post mit beachtlichem Niveau: "Ich habe ihr Miststück darüber gelesen, wie wir Amerikaner unsere hässliche Vergangenheit unter den Teppich kehren", schreibt etwa Frank Knapp aus Kalifornien – "A Proud (yes proud) American!!". "Es sind Kotzbeutel wie Sie, die Deutsch-Amerikaner wie mich davon abhalten, nach Deutschland zurück zu gehen." Und ein gewisser "David" fragt: "Was hat dein Vater im 2. Weltkrieg gemacht, Markus? Er hätte sich mehr mit dir beschäftigen sollen. Abwesenheit normaler Eltern führt oft zu Problemkindern. Ich glaube, die Öfen der Hölle sind etwa so stark wie die in Deutschlands Vergangenheit. Lass mich wissen, wenn du dort angekommen bist." Der Vorwurf, Hass zu säen zwischen Amerika und seinem einstigen Verbündeten oder Desinformation zu verbreiten, ist meist noch das Geringste, was in den Zuschriften formuliert wird. Immer wieder wird mit aller Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass jemand, der Amerika solcherart kritisiere, doch nur aus einer Nazi-Familie stammen könne. Auf solchen geistigen Unrat zu antworten oder sich gar zu rechtfertigen, verbietet die Selbstachtung. Sicher gibt es in Deutschland plumpen Antiamerikanismus; die Art jedoch, wie Drake und Kaspar aus dem Schutz des Internets unterbelichtete Vulgär-Patrioten auf Journalisten hetzen, wird daran wohl kaum etwas ändern. Eher im Gegenteil.